Was sind Hausgemeinschaften? Hausgemeinschaften sind - familiär - persönlich - gemeinschaftlich - eine Alternative zum Pflegeheim. Seniorenwohn- oder Hausgemeinschaften sind möglichst kleine, gemeindenahe Wohnformen für pflegebedürftige ältere Menschen. Diese Organisationsform entspricht der vierten und somit der neuesten Generation von Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Sie stehen einerseits für eine Abkehr vom vordergründig auf die Tätigkeit "Pflege und Versorgung" ausgerichteten Anstaltsmodellen und andererseits für eine Hinwendung zu einem an den individuellen Lebenswelten pflegebedürftiger Menschen orientierten Normalitätsprinzip. Idealerweise leben in einer Wohngemeinschaft maximal 8-10 Bewohner in einem vom Lebensalltag geprägten Wohnbereich zusammen. Innerhalb dieser Großwohnung hat jede Person ein Zimmer mit Bad. Lebendiger Mittelpunkt ist eine geräumige und gemütliche Wohnküche, offen gestaltet für Kommunikation und Gemeinsamkeit. Hier wird auch das Essen gemeinsam zubereitet, Wäsche organisiert, zusammen gelesen, gespielt und vieles mehr. Durch den überschaubaren Lebensraum, der Sicherheit und Geborgenheit, der Vertrautheit und der Normalität sind Hausgemeinschaften insbesondere für Menschen mit Demenzerkrankungen geeignet.